Endodontie (Zahnwurzelbehandlung)

Wurzelkanalbehandlungen (der Fachbegriff dafür heißt Endodontie) sind bei Patientenumfragen sehr negativ besetzt, weil sie oftmals mit Schmerzerfahrungen verbunden sind und trotz dem Bemühen des Behandlers auch zu einem Misserfolg und letztlich zum Verlust des Zahnes führen können. Doch mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden und Geräten, muss das nicht sein. Inzwischen ist eine Wurzelbehandlung eine hervorragende Behandlungsmethode, einen Zahn langfristig zu erhalten.

Um diese neuen endodontischen Techniken zu beherrschen, habe ich nach langer Erfahrung in diesem Bereich der Zahnmedizin im Jahr 2015 eine mehrwöchige Fortbildung in Form eines Curriculums an der Endoplus Akademie in München mit Abschlussprüfung absolviert.






Durch folgende Behandlungsmethoden kann ich eine Wurzelbehandlung zum Erfolg führen:
  • Grundsätzliche Verwendung eines Spanngummis (Kofferdam), um den Zahn gegen die Mundhöhle und damit gegen die Bakterien des Speichels abzudichten.



  • Bestimmung der Wurzelkanallängen mit einem elektrometrischen Messgerät, dessen Messergebnisse genauer sind als konventionelle Röntgenbilder. Zusätzliche Röntgenkontrollaufnahmen werden in digitaler Aufnahmetechnik erstellt, um schnell und mit geringer Strahlenbelastung eine genaue Aussage über die Wurzeln zu gewinnen.



  • Aufbereitung der Wurzelkanäle mit maschinell angetriebenen, hochflexiblen Feilensystemen, um auch enge und gekrümmte Kanäle erweitern zu können.



  • Gründliches Reinigen und Desinfizieren der Wurzelkanäle nach einem Spülprotokoll mit verschiedenen Lösungen, auch schallunterstützt, um einen hohen Grad an Keimfreiheit zu erzielen, ist das Wichtigste überhaupt. Auch größere Entzündungen, die bereits den Kieferknochen befallen haben, können ausheilen.



  • Kompaktes, dichtes Füllen der Wurzelkanäle (laterale Kondensation) mit zum Feilensystem passenden Guttaperchastiften aus gewebeverträglichem Natur- kautschuk und einer Füllpaste, damit nicht erneut Bakterien in den Wurzelkanal eindringen können.



  • Herstellung eines bakteriendichten Verschlusses der Zahnkrone nach erfolgter Wurzelkanalbehandlung, um den Eintritt von Speichel und damit eine erneute Infektion zu verhindern.

Hier einige Abschlussröntgenbilder:



Interessieren Sie sich über den genauen Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung? So empfehle ich Ihnen das Video "Wurzelkanalbehandlung"

Eine optimale endodontische Behandlung erfordert Genauigkeit und Geduld, Eigenschaften, die ich mitbringe und die ich mithilfe einer Lupenbrille mit speziellem Lichtsystem auch umsetzen kann. Damit ist es mir möglich, auch zusätzliche, kleinste Wurzelkanäle zu entdecken, die oft die Ursache von Misserfolgen sind.




Moderne Medizintechnik bringt eine höhere Erfolgsrate, nicht aber unbedingt eine Zeitersparnis. So sind Wurzelbehandlungen an mehrwurzeligen Backenzähnen immer noch zeitaufwändig und dauern lange. Wir versuchen die Behandlung unseren Patienten so angenehm wie möglich zu machen: Nur unter guter örtlicher Betäubung, meistens in zwei Sitzungen und wir ermöglichen Ablenkung!




Eine Wurzelkanalbehandlung dauert deutlich länger als das Setzen eines Implantates. Zudem werden die aufgeführten innovativen Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen nicht ganz übernommen. Wünschen Sie eine Wurzelkanalbehandlung nach modernen Methoden mit hohen Erfolgsaussichten, so müssen Sie als gesetzlich Versicherter eine private Zuzahlung leisten, die weitaus niedriger ist als für eine Implantatversorgung. Selbstverständlich kläre ich Sie vor der Behandlung genau auf und Sie bekommen einen Kostenvoranschlag über die vereinbarten Zusatzleistungen nach der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte).


Zum Schluss möchte ich noch einige Vorteile eines gut endodontisch behandelten Zahnes gegenüber einem Implantat aufzählen:

  • Der natürliche Zahn bleibt erhalten, es kommt zu keinem Knochenverlust, was u.a. für die Ästhetik eine große Rolle spielt.
  • Kein Metall, kein Fremdkörper im Knochen, denn auch Zahnimplantate lösen nach neuesten Erkenntnissen eine Fremdkörperreaktion aus (Prof. Dr. Marc Schmitter, Würzburg).
  • Kein chirurgischer Eingriff, der auch mit Komplikationen verbunden sein kann.
  • Der Zahnhalteapparat, das Parodontalgewebe, mit seinen sensiblen Fasern wird erhalten und damit der Schutzmechanismus vor Überlastung, was gerade für Patienten, die knirschen, von Bedeutung ist.
  • Schließlich die deutlich geringeren Kosten.


Bei folgenden Spezialisten im Fach Endodontie habe ich Fortbildungen besucht:

  • Prof. Dr. Michael Baumann, Köln: www.dens-colonia.de
  • Dr. Hans-Willi Herrmann, Konstanz: www.endoherrmann.de
  • Dr. Christoph Kaaden, München: www.endokaaden.de